Archiv für Mai 2013

Roma Vernetzungstreffen am 08.06.2013 in Erfurt

Einladung zum Roma Vernetzungstreffen am 08. Juni 2013 ab 13.00 Uhr in Erfurt

Themen:
- Armut, tägliche Diskriminierungen und Leid in den Herkunftsländern
- Flucht, Lagerunterbringung, Ausgrenzung und Isolation in Deutschland
- Ablehnung der Asylanträge, weil man angeblich ein sicheres Leben zu
Hause führen kann
- Weil man als Roma auch in Deutschland nicht gewollt ist, mit der
täglichen Angst vor der Abschiebung leben

Das Vernetzungstreffen in Erfurt soll die Möglichkeit geben, sich über
diese und andere Probleme von Roma in Thüringen auszutauschen, sich
untereinander kennen zu lernen und zu vernetzen. Auch ist Raum um über
weitere Vernetzung und Aktionen nach zu denken.

Anmeldung: Wenn du Fragen hast oder dich anmelden willst, melde dich bis
zum 01.06.2013 unter: 0176 3964 7472 (leider nur in deutscher Sprache).

Das Treffen findet am 08.06.2013 ab 13.00 Uhr in der Schillerstraße 44 in
Erfurt statt.

Es werden auch Menschen am Bahnhof in Erfurt sein und euch empfangen.
Sonstiges: Das Treffen wird auf mazedonisch, serbisch und albanisch
stattffinden. Um Essen, Trinken und die Betreuung der Kinder werden sich
UnterstützerInnen vor Ort kümmern. Die Fahrtkosten können beim Treffen zu
einem Teil zurück erstattet werden.

Rechtliche Hinweise: Das Recht aufpolitische Versammlungsfreiheit gilt in
der BRD für alle Menschen, auch für Menschen mit Duldung oder
Aufenthaltsgestattung. Eine Teilnahme am Treffen ist somit ohne
Bedenken möglich. Probleme kann es nur durch die Übertretung der
Residenzpflicht geben. Das Übertreten der Residenzpflicht ist keine
Straftat, sondern eine Ordnungswidrigkeit und wird in der Regel mit einem
Bußgeld geahndet. Polizeiliche Kontrollen (z.B. in Zügen oder auf
Bahnhöfen) aufgrund rassistischer Stereotype sind verboten, die Polizei
hält sich aber oft nicht daran. Es ist daher ratsam seine Papiere dabei
zu haben.

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Poziv za sretanje Roma 8og juna 2013 u 13.00 sati u Erfurtu

Teme:
- siromaština, svakodnevna diskriminacija i jad u svojim stranama
- beg, život u kampima, bespravnost i izolacija u Nemačkoj
- odbijanje azila sa razlogom da se može živeti takozvani siguran život
kod kuće
- živeti sa svakodnevnom strahom od deportacije
- jer kao rom nismo dobrodošli u Nemačkoj
Sretanje u Erfurtu za upoznanje i graditi mrežu ima cilj da pričamo o ovim
i o drugim problemima roma u Tiringenu, da se upoznamo i da izmenimo
kontakti. Isto je moguće da razmišljamo o budućnim akcijama i mogućnosti
da gradimo mrežu roma.

Prijavljivanje:Kad imaš pitanje ili hoćeš da se prijaviš, javi se do 1og
juna 2013 na: 0176 3964 7472 (samo nemački jezik)

Mesto: Sretanje se dešava 8og juna 2013 u 13.00 sati u Schillerstraße 44,
u Erfurtu. Imat će ljudi na Erfurtskoj stanici da vas doćekaju.

Više informacije:
- sretanje će biti na makedonskom, srpskom i albanskom
- imat će jela, pića, i ljude koji se brine deca
- novac za putovanje vam vraćamo delimično

Pravno ukazivanje:
- pravo za političko pribiranje ima svaki šovek u Nemačkoj, nezavisno ako
ima Duldung ili drugi status. Saradnja na sretanje je bez opasnosti.
- Samo zbog obaveze rezidencije (Residenzpflicht) možete imati problem. Da
izađete iz vaših okruga nije krivično delo, ali samo protivan redu i
obično se kažnjava sa malom novčanom kaznom.
- Policijske kontrole (u vozima ili na stanici) zbog rasističkih
stereotipa su zabranjene, ali policija često se ne država toga. Zbog toga
je pametan da ponete vaši dokumenta.

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TEMA: Dobarden, Germanija:

Nijesme dojdeni u Germanija za eden normalen i miren zivot, nije ne sakame
da dobivame Abschiebung od strana na Bundesamt i Duldung od
Ausländerbehorde. Nije sakakame da bide, Stop na Abschiebung i Duldung;
Nije sme dojdeni za opstanok nesme dojdeni za da se vrakame nazat,i da
bideme sekogas u stres od strana na policija i od strana na Bundesamt.

Nijesme Romi sto sme od site naciji u naj niska klasa, od sekoja strana
sme ponizeni.U nasite rodni mesta nenigi davat nasite covecki prava.Ali
kako sme dojdeni u Germanija se osetifme deka i nije sme luge sto imame
isto pravo kako drugite naciji.
Na den 8.6.2013. vo gradot Erfurt vo 13.00 casot vo Schillerstrasse 44 ke
ima koferencija za STOP na Abschiebung za site romi od Kosovo, Sribija i
Makedonija. Gi ocekuvame site romi sto se naogat u okplinata na Turingen
da bidat prisutni so nivna familija ke ima jadenje ke ima prostorija za
decata da si igrat i ke ima besplaten prevos.
(Tel. 0176 3964 7472, germanski jasik)

Das Problem heißt Rassismus! 25.05.2013 Demo in Solingen

Bundesweite Demonstration in Solingen: 25. Mai 2013, 13 Uhr, Südpark (Bahnhof Solingen-Mitte)

20 Jahre nach dem Brandanschlag von Solingen: Kein Vergeben, kein
Vergessen! – Das Problem heißt Rassismus!

Am 29. Mai 1993 verübten vier junge Männer einen Brandanschlag auf das
Haus der Familie Genç. Gürsün Ince, Hatice Genç, Gülüstan Öztürk, Hülya
Genç und Saime Genç starben in den Flammen bzw. beim Sprung aus dem
Fenster, weitere Familienmitglieder wurden teilweise schwer verletzt. Drei
Tage zuvor hatte der Deutsche Bundestag mit der Einführung der sogenannten
Drittstaatenregelung das Grundrecht auf Asyl in Deutschland faktisch
abgeschafft. Beide Ereignisse jähren sich im Mai 2013 zum 20. Mal.

Den gesamten Aufruf und weitere Infos zur Demo findet ihr auf der Seite
http://solingen93.org

Das Antira Bündnis ruft auf gemeinsam nach Solingen zu fahren. Die
Bustickets könnt ihr für 10 Euro im RedRoxx (Pilse 29, Mo-Fr 14.00-19.00
Uhr) oder im Infoladen Sabotnik (Veto, Papiermühlenweg 33, Montag von
17.00 bis 20.00 Uhr) kaufen.

Bus ist wegen fehlender Mitfahrer_innen storniert!
Oder ihr schickt uns eine Mail an rt_erfurt@riseup.net.

Der Bus Treffpunkt ist um 7.30 Uhr vor dem HsD-Gewerkschaftshaus,
Juri-Gagarin-Ring 150, 99084 Erfurt. Die Rückfahrt von Solingen nach
Erfurt geht ca. 19.00 Uhr los. Wenn sich bei den Uhrzeiten noch was ändert
geben wir nochmal Bescheid.

Residenzpflicht abschaffen – Rassistische Polizeikontrollen stoppen!

Residenzpflicht abschaffen – Rassistische Polizeikontrollen stoppen!
Freiheit für Miloud L Cherif und alle anderen!

http://thevoiceforum.org/node/3215

Aktion am Hauptbahnhof Erfurt; 22.5. um 15 Uhr

Die Residenzpflicht stellt für Asylsuchende und Geduldete in Thüringen das Verlassen eines ihnen zugewiesenen Gebiets aus vier Landkreisen unter Strafe. Die Landesregierung, Innenminister Geibert und die Ausländerbehörden wollen die Regelung vor allem als administrative Erleichterung begriffen haben. So seien die Menschen in den Lagern permanent erreichbar. In der Realität dient die Residenzpflicht jedoch dazu, Asylsuchende mitsamt ihren Fluchtgeschichten abseits der Öffentlichkeit zu isolieren, den Zugriff für Abschiebungen abzusichern und eine Grundlage für anlasslose Polizeikontrollen all jener Personen zu schaffen, die nicht ins Bild der weißdeutschen Mehrheitsgesellschaft passen.

Instrument Politischer Verfolgung in Deutschland – Haftantrag gegen Miloud L Cherif
Für Flüchtlingsaktivist_innen bedeutet die Residenzpflicht eine grundsätzliche Kriminalisierung ihrer politischen Aktivitäten. Während sie
also nach ihrer Flucht nach Deutschland detailliert begründen müssen, in welcher Form sie politisch verfolgt wurden, bleibt ihnen gleichzeitig in Deutschland das Recht auf freie Bewegung und Meinungsäuerßung verwehrt.
Miloud L Cherif, der im Netzwerk von The VOICE Refugee Forum aktiv ist, wurde auf dem Weg zu Konferenzen oder Demonstrationen wiederholt von Polizist_innen aufgehalten, mehrere Stunden festgehalten und zur Rückreise in den ihm zugewiesenen Landkreis Schmalkalden-Meiningen gezwungen. Seit der ersten solchen Kontrolle am 20.11.2010 im Erfurter Hauptbahnhof verlangt das Landratsamt Meiningen die Strafzahlung von 62,00 Euro – für eine einfache Fahrt von Meiningen nach Erfurt. Da Miloud L Cherif diese
Zahlung verweigert („Meine Freiheit steht nicht zum Verkauf”), wurde im August 2011 Erzwingungshaft gegen ihn beantragt, welche allerdings infolge öffentlicher Reaktionen zurückgezogen wurde. Fast zwei Jahre später beantragte das Landratsamt Meiningen im Frühjahr 2013 erneut Erzwingungshaft. Diese Haftandrohung besteht weiterhin, da das Amtsgericht Meiningen es bisher vermied, über den Haftantrag zu entscheiden.

Kriminalisierung von Flüchtlingsdemos
Als der „Refugee Protest March” am 18. September 2012 durch Erfurt zog, meldete Osaren Igbinoba von The VOICE eine Demo durch die Innenstadt an. Der Protestmarsch war eine Aktion des zivilen Ungehorsams, in deren Rahmen alle Teilnehmenden öffentlich gegen die Residenzpflicht verstießen. Im Auflagenbescheid des Ordnungsamts Erfurt wurde der Anmelder aufgefordert, den Versammlungsteilnehmer_innen auf „die durch sie zu beachtenden Auflagen bekannt zu geben und sie auf die bei Zuwiderhandlungen mögliche Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens hinzuweisen”. Hierbei wurde „besonders” auf die Residenzpflicht hingewiesen und der Anmelder dazu angehalten „Rechtsverstöße zu unterbinden”. Während also eine Demo gegen die Residenzpflicht genehmigt wurde, sollte nun der Anmelder die eigene Versammlung kriminalisieren. Da er dem nach Auffassung der Erfurter Polizei nicht nachkam, bekam er einige Monate nach der Demo einen Strafbefehl wegen Nichtbeachtung der Auflagen.

English: Take Urgent Action! FAX- Campaign against political persecution of Miloud L. Cherif http://thevoiceforum.org/node/3205/
Deutsch: Fax-Kampagne gegen die politische Verfolgung von Miloud L. Cherif http://thevoiceforum.org/node/3206

The VOICE Refugee Forum ermutigt schon immer alle Flüchtlingsaktivist_innen dazu, sich über die Residenzpflicht hinwegzusetzen und unterstützt alle, die von dieser Form der politischen Verfolgung betroffen sind. Das Menschenrecht auf freie Bewegung kann nicht
durch Abwägungen politischer oder wirtschaftlicher Opportunität relativiert werden, wie es durch die aktuellen Debatten über eine
Aufhebung der Residenzpflicht im Landtag relativiert werden. Deswegen wird es, wie auch am 22.5., immer wieder Aktionen gegen Polizeikontrollen im Hauptbahnhof geben, um rassistische Kontrollen zu unterbinden.

Wenn das Erfurter Ordnungsamt alle behörden-rechtlichen Waffen nutzen will, um politische Veranstaltungen und Aktionen von The VOICE zu kriminalisieren, dann muss eben in Zukunft von Anmeldungen abgesehen werden, da die Abschaffung der menschenrechts- und grundgesetzwidrigen Residenzpflicht ist unabdingbarer Bestandteil jeder Protestaktion des VOICE Refugee Forums ist!

Unterstützt Miloud L Cherif in seinem Kampf gegen die Residenzpflicht und gegen seine Inhaftierung!
Unterstützt Osaren Igbinoba und The VOICE Refugee Forum im Kampf für ein Leben in Selbstbestimmung und Würde für alle!

Homepage: thevoiceforum.org
E-mail: thevoiceforum@gmx.de
Fax: +493641 / 42 02 70
Miloud: +49176 99334119
Osaren: +49176 24568988

Antirassistische Aktionstage: Video online!

Das Video zur Kundgebung am 16.05.2013 ist online! Zu finden unter

http://filmpiraten.org.

Vielen Dank auch an die Bündnispartner_innen, die die Aktionswoche gemeinsam gestaltet haben:

Kulturverein Mesopotamien, Antira Campus Erfurt, Flüchtlingsrat Thüringen, Rassismus Tötet!

Antirassistische Aktionstage: Kurzfilmwanderung am 17.05.


17.05.2013, ab 21:00 Uhr, Bahnhofvorplatz Erfurt Wird bei besserem Wetter nachgeholt! (hoffentlich ohne rassistische Polizeikontrollen)

    Dauer: ca. 2,5 Stunden
    Länge: 3 km (die Strecke ist bis auf wenige Ausnahmen barrierefrei)

Bei schlechtem Wetter (also Regen) findet die Veranstaltung in der L50 (Lassallestr. 50) statt.

?Willkommen in Erfurt??? Kurzfilmwanderung zur Flüchtlingspolitik. Erfurt
preist sich als Stadt der Vielfalt. Doch wie gestaltet sich das Leben von
Geflüchteten, denen eine Unterkunft in der Thüringer Hauptstadt zugewiesen
wird? Mit einer Filmwanderung wollen wir ihre Wege und die rassistischen
Hürden nachvollziehen mit denen sie täglich konfrontiert werden.

Weitere Infos: rassismus-toetet.de