Archiv für November 2013

Bus nach Hamburg am 21.12. – wer will mit?

demo 21.12.

Es wurde ein Bus organisiert um am 21. Dezember gemeinsam von Thüringen aus nach Hamburg zur bundesweiten Demo unter dem Motto „Rote Flora verteidigen – Esso-Häuser durchsetzen! Gegen rassistische Zustände – Bleiberecht für alle!“ zu fahren. (mehr…)

Rassistischer und Antiziganistischer Übergriff in Erfurt

Am 9. November fand ein rassistischer / antiziganistischer Übergriff vor dem Thüringer Landtag in Erfurt durch drei „weiße“ deutsche Männer statt. Die Gesichter der drei Personen, die hier eine Grenze überschritten haben, wurden sich eingeprägt. Es wird recherchiert in welchem Umfeld sie sich bewegen. Rassistische Übergriffe sind ein NO GO und wir werden Wege finden diese zu unterbinden.

Zeugenschilderung:

„Am Samstagabend, den 9. November 2013, stand ich mit einem befreundeten Kind vor dem Thüringer Landtag in Erfurt, als es zu einem verbal rassistischen Übergriff auf das Kind kam. Wir standen da, um auf die Straßenbahn zu warten. Vorher ist uns aufgefallen, dass ein Polizeiauto vor der Eishalle stand. Wir hatten noch 10 Minuten zu warten als drei angetrunkene weiße Männer mit Bier in der Hand zur Haltestelle gelaufen kamen. In den ersten Minuten ihrer Anwesenheit waren sie unangenehm laut. Der erste Satz, der bei mir hängen geblieben ist, war „Sitzt hier ein Zigeuner?“. Die Person lehnte sich an der Seite der Haltestelle vorbei in den Wartebereich. Es kamen immer wieder rassistische Äußerungen. „Sinti und Roma klauen Kinder“, „Ein blondes weißes Mädchen wurde von Zigeunern entführt“, rassistische Kommentare zu Hautfarben wurden gemacht. Kombiniert mit dem Herumsuchen nach „Zigeunern“ und direktem Ansprechen von Personen. Sie faselten etwas davon, dass sie weiß seien, obwohl bei genauerer Betrachtung ihre Haut schweinchenrosa war. Unter anderem wurde das Kind, dass mich begleitete, direkt angesprochen. Was sie nicht wussten, ist, dass das Kind eine Romni ist. Im Grunde genommen hatte ich das Gefühl, als wäre ich auf einer NPD Veranstaltung oder würde gerade die Zeitung aufschlagen oder Radio hören, nur, dass es sich körperlich manifestierte. Die Angst, dass die verbale Gewalt auch physisch wird, war ständig anwesend. Ich erklärte den umstehenden Personen, dass die Pöbelnden wahre Deutsche sind. Die Person, die rassistisch beleidigt wurde, sagte, dass ich den Mund halten soll und dass wir weggehen sollen. Wir verhielten uns daraufhin ruhig und stiegen weit hinten ein. Glücklicherweise kamen noch viele Menschen aus der Eishalle in die Straßenbahn. Die Zeit an der Haltestelle und in der Straßenbahn habe ich damit gerechnet, dass es nicht nur bei einer verbalen Auseinandersetzung bleibt. In der Straßenbahn begrüßten die drei Personen weitere Freunde und waren laut. Am anderen Ende der Straßenbahn konnte man nicht verstehen, was sie sagten. Am Hauptbahnhof stieg eine Person aus, zwei von ihnen fuhren Richtung Anger weiter.“

Refugee Public Assembly: Aktivisten für Versammlungsfreiheit und öffentlichen Raum für Flüchtlinge vor Gericht (cancelled!)

Online info in English – Deutsch hier

Aktivisten für Versammlungsfreiheit und öffentlichen Raum für Flüchtlinge vor Gericht

Erobert euren öffentlichen Raum zurück: Gerichtsverfahren zur öffentlichen Versammlungsfreiheit von Flüchtlingsaktivisten in Erfurt, Berlin und Offenburg

Ankündigung der Anhörung im 1. Verfahren wegen Auflagen bei öffentlichen Versammlungen gegen Osaren Igbinoba von The VOICE Refugee Forum (Jena) Die Anhörung wird am 27. November 2013 um 13:00 Uhr in Erfurt stattfinden: Rudolfstraße 46, 99092 Erfurt Das Verfahren wurde eingestellt! Osaren Igbinoba muss nicht mal Anwaltskosten zahlen!

Ich habe das Privileg, euch alle im öffentlichen Interesse darüber zu informieren, dass wir als Aktivisten von The VOICE Refugee Forum es erreicht haben, unsere Selbstbestimmung zu stärken in Solidarität mit den MigrantInnencommunitys und mit anderen entschlossenen AktivistInnen, die den staatlichen Menschenrechtsmissbruach hier beenden und unsere fundamentalen Rechte auf Bewegungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und
Redefreiheit zugunsten unserer Freiheit zur öffentlichen Zusammenkunft verteidigen wollen.

Nach der Demonstration am 18. September 2012 wurde der Anmelder Osaren Igbinoba beschuldigt, das Versammlungsrecht verletzt zu haben. Ihm wird vorgeworfen absichtlich keine OrdnerInnen gestellt zu haben und die Kundgebungsauflagen nicht verlesen zu haben.
After the demonstration on 18th September 2012, the official organizer, Osaren Igbinoba, was charged for having offended the law of assembly – for allegedly not having presented steward assistants of “ordner” and for not
having read the so- called official notification of public assembly regulations to the public. http://thevoiceforum.org/node/3398

Die Kampgne Reclaim – your – public-space zur Beendigung der Verfolgung und Einschüchterung von öffentlichen Versammlungen von Flüchtlingen wird gestärkt durch das Break Isolation Netzwerk in Thürigen und durch 20 Jahre
Zeugenschaft des The VOICE Refugee Netzwerks zu Anti-Repression und zu autoritärer Polizeibrutalität während öffentlicher Versammlungen von Flüchtlingen.

Eure finanzielle Unterstützung und eure Solidarität wird notwendig sein, um das fundamentale Recht auf Versammlungsfreiheit garantieren zu können und die Kontinuität unsere Arbeit aufrechtzuerhalten.

Spendenbeiträge bitte an folgendes Konto:
Förderverein The VOICE e.V.
Kontonummer 127829, BLZ: 260 500 01
BAN: DE97 2605 0001 0000 1278 29, BIC: NOLADE21GOE
Betreff: Public space

Contact: Osaren Igbinoba,
The VOICE Refugee Forum (Jena)
E-Mail: thevoiceforum@gmx.de

Homepage: thevoiceforum.org
:::::::::::::::::::

English:

Activists of Refugee Protest Assembly and Public Space are on Trial

Reclaim your public space: Court Trials on Public Assembly of Refugee Activists in Erfurt, Berlin and Offenburg

Announcement of the hearing of the 1st Court Trial on Public Assembly Orders against Osaren Igbinoba of The VOICE Refugee Forum (Jena). The Court hearing will take place in Erfurt on Wednesday, 27th of November, 2013 at 13.00 h, Rudolfstraße 46, 99092 Erfurt The hearing is cancelled without paying any fine or legal fees! There wont be a public assembly!

I am privileged to inform you all in the interest of the public that we as activists of The VOICE Refugee Forum have resolved to empower our self-determination in solidarity with the migrants communities and other determined activists who want to bring the state abuses of human rights here to an end and defend our fundamental rights to freedom of movement, freedom of association and expression in favour of our freedom of public assembly.
Continue >>> http://thevoiceforum.org/node/3398

Your financial contribution and solidarity will be necessary to guarantee our fundamental rights to public assembly.

Reclaim – your – public – space and campaign to stop the persecution and the intimidation of Refugee Public Assembly will be powered by the Break Isolation Network in Thüringen and with 20 years of The VOICE Refugee Network testimony on anti-repression and on the authoritarian police brutality during Refugee Public Assembly.

Bank Account:
Förderverein The VOICE e.V.
Kontonummer 127829, BLZ: 260 500 01
BAN: DE97 2605 0001 0000 1278 29, BIC: NOLADE21GOE
Betreff: Public space

Contact: Osaren Igbinoba,
The VOICE Refugee Forum (Jena)
E-Mail: thevoiceforum@gmx.de

200 gegen Rassismus

Der Infoladen Sabotnik hat einen Bericht von der gestrigen Demo veröffentlicht. Hier weiterlesen

Demonstration: Solidarität mit den Geflüchteten, am 8.11.2013 in Erfurt

Soli Demo Flyer Am Freitag, den 8.11.2013 wird eine Demonstration als Zeichen der Solidarität mit Geflüchteten stattfinden. Wir lehnen die diskriminierende Flüchtlingspolitik der EU ab, die Menschen im Meer ertränkt und in Lagern isoliert. Damit unterstützen wir die Forderungen der Gruppe «Lampedusa in Hamburg» nach einem Bleiberecht nach §23 Aufenthaltsgesetz.

Doch wir wollen nicht nur auf die Situation in Hamburg oder Berlin eingehen, sondern auf die aktuelle Lage von Geflüchteten in unmittelbarer Nähe hier in Thüringen aufmerksam machen. Der Grund ist die sich derzeit zuspitzende Lage z.B. in Greiz und Beichlingen und das damit vorhandene Eskalationspotenzial. Wenn der Mob mit Fackeln gegen Asylsuchende/ AsylbewerberInnenheime durch die Ortschaften zieht und seine rassistischen Ressentiments offen kundtut, ist es längst überfällig, sich mit den Geflüchteten überall zu solidarisieren und gegen Rassismus anzugehen.

Treffpunkt: 16 Uhr am Hauptbahnhof Erfurt, hoffentlich ohne rassistische Polizeikontrollen!